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Das Dach der Mittelmühle wird mit Schiefer eingedeckt

Fotos dazu unter "Fotos und Presse", "Die Mittelmühle und die Baumaßnahmen"

Jürgen Kemper | 01.12.2007 - 17:59


Grußworte des 2. Vorsitzenden zur Brunneneinweihung

 

Hier der genaue Wortlaut der Grußworte des 2. Vorsitzenden des Heimatvereins, Reinhold von Rüden, am Tag der Einweihung und Übergabe des neuen Marktbrunnenens (Sonntag, 5. 8. 2007) an den Heimatverein:

 

 

Herr Bürgermeister,

sehr geehrter Herr Hahn,

verehrte Gäste,

meine Damen und Herren!

 

Wir haben uns hier heute an einem historischen Platz der Stadt Büren zur Einweihung des Wasserspiels versammelt. Dies allein ist schon ein Beweis für die über den Tag hinausreichende Bedeutung dieses Ortes und damit auch des heutigen Ereignisses. Wie ich sehe, sind viele interessierte Menschen zusammengekommen. Woher rührt dieses Interesse? Dazu möchte ich zunächst einige Anmerkungen machen:

 

Der Marktplatz bildet seit der Entstehung der Stadt das immer aktuell gebliebene Zentrum Bürens.

Die Menschen waren und sind auch immer emotional mit diesem verbunden. Das zeigt sich z. B., wenn sie historische Bilder vom Marktplatz in nostalgischer Stimmung betrachten.

Das wurde jüngst auch in den kontroversen Diskussionen um die Neugestaltung des Marktplatzes deutlich.

Die Emotionalität ist wohl auch in den unterschiedlichen Perspektiven der Menschen begründet, die sich beim Blick auf den Marktplatz kreuzen.

Jeder sieht den Platz anders, obwohl dieser derselbe bleibt: Ein Geschäftsinhaber, ein Kind, ein alter Mensch, ein Stadtführer, ein Cafe-Besucher, ein alteingesessener Bürener, ein Fremder - jeder hat seinen Blick und hält ihn für den entscheidenden. Außerdem weiß jeder, dass eine Entscheidung, die einmal für ein Konzept zur Gestaltung des Marktplatzes gefallen ist, nicht sobald wieder auf der Tagesordnung stehen wird.

Und das besondere Interesse am Marktplatz rührt auch wohl daher, dass jeder Bürger Bürens sich eine für seine Gäste vorzeigbare „gute Stube“ der Stadt wünscht.

 

Der Marktplatz war und ist aber kein für alle Zeiten in Stein gehauener Entwurf. Das zeigen uns die historischen Bilder des Marktplatzes aus der Vergangenheit und auch künftige Generationen in 50, 70 oder 100 Jahren mögen diesen Platz vielleicht anders gestaltet sehen. Die Vorstellungen über das, was schön, was gelungen oder auch schlicht notwendig ist, sind einem stetigen Wandel unterworfen.

 

Wenn ich mir die verschiedenen Bilder vom Marktplatz aus den vergangenen Zeiten vor Augen halte, so meine ich feststellen zu können, dass bei der Gestaltung des Marktplatzes vor allem zwei Ebenen ins Spiel kommen, die mit einander zu verbinden sind: Auf der einen Seite steht das Funktionale, das Notwendige, das, wozu der Marktplatz dienen soll, d.h. als Versammlungspunkt, als Ort für Feste und als Platz für Handel und Geschäfte. Auf der anderen Seite steht die Schönheit, das - was gefällt, das Kreative – z.B.  gepflegte Grünanlagen, blühende Blumen oder verspielte Formen. Diese zwei Seiten stehen z.T. in einem Spannungsverhältnis zueinander.

Für einige – und das ist nachvollziehbar - schien bisher die Neugestaltung des Marktplatzes das Gleichgewicht zum Funktionalen hin zu verlassen.

 

Dieser Eindruck aber wird nun mit dem Wasserspiel, das gleich in Betrieb  genommen wird, auf eine nachhaltige und gefällige Weise ausgeglichen, die Balance zwischen dem für notwendig Gehaltenen und dem spielerisch Schönen hergestellt. Das Wasserspiel ist sozusagen das I-Tüpfelchen, das den neuen Marktplatz erst in seiner visuellen Ganzheit zum Ausdruck kommen lässt.

Ohne dieses Wasserspiel mit seinen sprudelnden Fontänen und den vorgesehenen Lichteffekten in der Dunkelheit als Blickfang würde dem Betrachter des Marktplatzes gewiss etwas fehlen. Es belebt den für das Auge sicht- und das Ohr hörbaren Eindruck vom Marktplatz, das Zentrum Bürens wird lebendiger.

Das Wasserspiel lädt ein zum geruhsamen Verweilen, zum meditativen Lauschen, zum gelassenen Beobachten. Es wird eine heitere, eine wohltuende Stimmung entstehen lassen. Eltern werden wohl nicht ohne Mühe ihre Kinder vom Spiel mit dem Wasser, das ihnen augenblicklich ein und alles bedeutet, fortbewegen können. Und so entsteht unmerklich eine innere Verbundenheit mit Büren, ein Stück Heimatgefühl in den Heranwachenden.

 

Bei allen Wandlungen, die der Marktplatz hat schon über sich ergehen lassen, ist das Wasser ein durchgehend konstantes Element auf diesem Platz geblieben. Es ist ein Urelement, ein Symbol, das jeden Menschen unmittelbar anspricht. Nur die Form, in der es optisch in Szene gesetzt wurde, hat sich gewandelt. Der alte Kump musste weichen ebenso wie der schlichte Brunnen aus jüngerer Zeit.

In dem nun installierten Wasserspiel kommen zweifellos die besten der im Vorfeld vorgestellten Ideen zum Ausdruck. Die Anlage wirkt durchdacht. Sie ist optisch schön, drückt Kreativität aus und ist in ihrer Form nicht nur zeitgemäß, sondern sicher auch zeitlos gefällig. Dafür sage ich auch im Namen des Heimatvereins Dank und Anerkennung  Herrn Caspari, der mit der Künstlerin Frau Ochel den einen gestalterischen Grundstein für das Wasserspiel legte sowie dem Bauamt mit Herrn Pollmann und Frau Krause, die mit ihrem Entwurf den anderen Teil zum Gesamtkunstwerk beisteuerten.

 

Aber was nützen die besten Ideen, wenn sie nicht ins Werk gesetzt werden können – z.B. aus Geldmangel? So musste hier – wie es nicht selten der Fall ist – das Kapital zur Kunst kommen. Die Sparkasse Paderborn hat mit einer großzügigen Spende der Stadt Büren den Bau des Wasserspiels ermöglicht, um die Neugestaltung des Marktplatzes zur Vollendung zu bringen. Dafür spricht auch der Heimatverein einen großen Dank aus.

 

Dieser selbst beteiligt sich nicht  an der Finanzierung des Wasserspiels, er ist nicht so vermögend wie eine Bank. Würde er dieses tun, wäre das auch unverständlich, weil er erst kürzlich um Spenden für die notwendige Restaurierung der Mittelmühle geworben hat - und unser Kassierer würde sich über noch viel mehr Spendeneingänge für diesen Zweck freuen.

 

Warum kommt hier dennoch der Heimatverein ins Spiel? Andere Vereine nutzen den Marktplatz doch intensiver. Der Marktplatz, das Herz Bürens - mit diesem neu installierten Wasserspiel, ist für den Heimatverein schlicht eine Herzensangelegenheit. Außerdem heißt es in der Satzung des Heimatvereins u.a., dass er bei der Pflege der Denkmäler der Heimat sowie des Ortsbildes mitwirkt.

Da diese Worte nicht tote Buchstaben bleiben sollen, sondern mit Leben gefüllt werden müssen, übernimmt der Heimatverein auf Wunsch der Stadt gern in bürgerschaftlicher Gesinnung die Patenschaft für das Wasserspiel. Mitglieder des Heimatvereins werden in Zukunft regelmäßig ihre Aufmerksamkeit auf die Anlage richten und dafür sorgen, dass mögliche Verunreinigungen oder Schäden möglichst bald beseitigt werden. Dieses aber dürfte oder sollte eigentlich nie erforderlich sein, denn dieses Wasserspiel ist ein Stück Kultur und fordert deshalb per se alle, die hierher kommen, zu einem zivilisierten Verhalten auf.

 

Ich wünsche, dass das Wasserspiel allen, die den Marktplatz passieren oder hier verweilen, immer viel Freude bereiten möge und zu einem neuen Postkartenmotiv Bürens wird!

Jürgen Kemper | 07.08.2007 - 16:55


Einweihung des neuen Markt-Brunnens, Übergabe an den Heimatverein

-Heimatverein jetzt offizieller Pate des neuen Brunnens-

 

Am Sonntag, den 5. August 2007 erfolgte um 11.30 Uhr die feierliche Übergabe des neuen Marktbrunnens mit seinen Wasserspielen an den Heimatverein und die gleichzeitige Inbetriebnahme in Anwesenheit zahlreicher Vertreter des öffentlichen Lebens und vieler Bürger der Stadt. Die Zeremonie wurde musikalisch eingeleitet und umrahmt durch die Bigband des Mauritiusgymnasiums. Bürgermeister Wolfgang Runge begrüßte die Anwesenden und stellte in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung und Symbolik des neuen Brunnens für die Stadt und ihre Bürger vor. Im anschließenden Grußwort hob Michael Hahn, der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Sparkassenstiftung, die den Bau des Brunnens mit einer namhaften Summe unterstützt hat, die Verbundenheit der Stadt Büren, der Sparkasse Paderborn und des Heimatvereins als neuem Paten des Brunnens hervor, bezog dies auch symbolisch auf die 3 Stelen des neuen Brunnens. Im Grußwort des Heimatvereins betonte Reinhold von Rüden (2. Vorsitzender) die historische Tradition der Brunnen in Büren und die besondere Bedeutung des Brunnens auf dem Marktplatz auch als Kommunikationsort. Anschließend sprachen Pastor Dr. Rainer Reuter und Pfarrer Peter Gede Gruß- und Segensworte und segneten den Brunnen. Nach der sich anschließenden Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde durch  Bürgermeister Runge und den 2. Vorsitzenden des Heimatvereins, Rüden, nahmen die beiden zusammen mit Michael Hahn per Knopfdruck  den neuen Brunnen mit seinen 3 verschiedenen Wasserspielen in Betrieb. Die ganze Veranstaltung klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

 

Fotos von der Einweihung finden sich unter dem Menüpunkt  "Fotos und Presse", "Neuer Brunnen am Markt"

Jürgen Kemper | 05.08.2007 - 14:42


Feierliche Einweihung des neuen Marktbrunnens am Sonntag, den 5.8.2007

- Heimatverein übernimmt Patenschaft für die neuen Wasserspiele auf dem             Marktplatz -

 

Am Sonntag, den 5. August wird um 11.30 Uhr der neue Marktbrunnen in Form von Wasserspielen feierlich eingeweiht. Gleichzeitig übergibt der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Sparkasse Paderborn,  Michael Hahn, die Patenschaftsurkunde für die neuen Wasserspiele an den Heimatverein Büren, vertreten durch den 2. Vorsitzenden, Reinhold von Rüden.  Bürgermeister Wolfgang Runge, der 2. Vorsitzende des Heimatvereins sowie der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Sparkassenstiftung werden jeweils Grußworte sprechen. Danach wird der neue Brunnen durch die beiden Bürener Geistlichen, Pastor Gede und Pastor Dr. Reuter, gesegnet. Nach der Unterzeichnung und Aushändigung der Patenschaftsurkunde an den Heimatverein werden die neuen Wasserspiele in Betrieb genommen. Musikalisch umrahmt wird die Einweihung durch die Bigband des Mauritiusgymnasiums unter der Leitung von Johannes Friebe.

Jürgen Kemper | 01.08.2007 - 18:35


Tiefer Blick in die Geschichte

Gewölbestürze im freigelegten Sockel der Bürener Mittelmühle entdeckt

Büren. Seit die Renovie­rungsarbeiten an der Mittel­mühle vor einiger Zeit begon­nen haben, verwandelten die Männer der Arbeitsgemein­schaft für Arbeit (ARGE) den Außenbereich der Mittel­mühle in eine große Baustelle. Für Sicherungsarbeiten am So­ckel der Mühle wurde dieser - mit Ausnahme der Wasserseite - freigelegt. Dort kam Wunder­bares erstmals seit Jahren ans Tageslicht: Gewölbestürze im Fundament-Mauerwerk.

Und es wurde spekuliert, zu welchem Zweck sie errichtet wurden. Die Theorie mit einem Wasserlauf unter dem Bogen wurde schnell verworfen. Dafür befanden sich im Sockel zu viele derlei Rundbögen ohne einheitli­che Richtung. Und bogenför­mige Fensterstürze im Funda­ment der 750 Jahre alten Mittel­mühle seien eine Rarität, sagen die Experten. Es sei eher wahr­scheinlich, dass beim Bau der Mittelmühle ein nicht tragfähi­ger Untergrund vorgefunden worden war, so dass man sich entschlossen habe, die Funda­mente der Ecken und einige Mit­telfundamente bis auf den Kalk­felsen zu gründen.

So habe das Grundwasser nur im jeweiligen Pfeilerbereich aus­geschöpft werden müssen. Da­zwischen wurden die Gewölbe­stürze eingezogen und der nicht tragfähige   Untergrund   überbrückt. Ein Gewölbesturz - zum kleinen Garten nach vorne gele­gen -wird auf Anregung des Hei­matvereins Buren sichtbar blei­ben. Die ansonsten dem Sockel vorgesetzte Betonwand soll in diesem Bereich ausgespart blei­ben.

Interessantes Bau-Detail wird mit Sicherheitsglas abgedeckt

Das Erdreich werde mit einer im Abstand von 80 Zentimetern gesetzte Betonwand gesichert, er­klären die Arbeiter. Später soll eine Beleuchtung eingebaut und die Öffnung als Kellerlicht­schacht angelegt werden. Das in­teressante Bau-Detail wird mit Sicherheitsglas abgedeckt.

Aus den weiteren entdeckten Gewölbestürzen ziehen die Ex­perten den Schluss, dass die 750 Jahre alte Mittelmühle noch auf ihren ursprünglichen Grundfes­ten steht und sich in Bezug auf die Außenmaße in den 750 Jah­ren nicht verändert hat.

Neben der Mühle verläuft die alte innere Stadtmauer. Damit ist belegt, dass sie außerhalb des Innenrings der Stadt wohl beson­deren Gefahren ausgesetzt gewe­sen ist. Hinter der stirnseitigen Schießscharte verbarg sich ein Fluchtraum des Müllers. Er konnte über die Schießscharte die Verteidigung vornehmen oder sich zur Stadt hin bemerk­bar machen. Dann mussten die Sebastiöner ihm zu Hilfe eilen und die Angreifer oder Diebe vertreiben.

 

                                      "Neue Westfälische" vom 6. Juli 2007 von Herbert Simon

 

Text und Foto des Artikels finden sich auch unter dem Menüpunkt "Fotos und Presse", "Presse".

Jürgen Kemper | 06.07.2007 - 15:21


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