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Heimatverein Büren wirbt für die Mittelmühle

Geht man dieser Tage an der Mittelmühle in Büren vorbei, kann man im kleinen Vorgarten Schneeglöckchen vom neuen Frühjahr erzählen hören. Erwacht auch die Mittelmühle aus einem langen Dornröschenschlaf? Begibt man sich zur Eingangstür und lugt hinein, so kann man im Dunkel innen dennoch die kürzlich angebrachten Stützbalken sehen. Sie gehören zu einer Bestandsaufnahme über deren erste Ergebnisse die Bürener Bauingenieurin Marita Krause auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Büren erste Ergebnisse zu berichten wusste.

Aber warum Bestandsaufnahme und was hat es mit der Mittelmühle überhaupt auf sich? Die Datierung schreibt ihr ein Baujahr vor 1480 zu. Das jetzige Gebäude stammt immerhin aus dem 17. Jahrhundert. Neben der Getreidemühle ist die beistehende „Bohrmühle“ zu erwähnen. Wurde doch mit den in ihr hergestellten Wasserrohren aus Buchenstämmen die städtische Wasserleitung betrieben. Alte Archivunterlagen des Jahres 1568 belegen eine Wasserleitung aus Holzrohren, die fünf Wasserbehälter (Wasserbehälter gleich Kump) speisten. Erst 1880 wurde in Büren auf Eisenrohre umgestellt. Der ehemals auf dem Marktplatz stehende „Kump“ wurde in die Nähe der Pfarrkirche umgesetzt.

Aber zurück zu den Ausführungen der Dipl. Ing. - Bauingenieur in der Stadt Büren - Marita Krause. Sie gab sowohl einen aktuellen Zustandsbericht wie auch Erläuterungen zu daraus resultierenden geplanten baulichen Maßnahmen. Dabei ist zu unterscheiden nach sichtbaren Schäden B. aufgrund Feuchtigkeit und unsichtbaren Schäden z.B. durch Holzschädlinge. In Zusammenarbeit mit Baudenkmalpflegern stellte sich als positiver Aspekt heraus, dass die Feuchtigkeitsschäden länger zurückliegend verursacht worden sind. Eine Untersuchung zu einer evtl. notwendigen Schädlingsbekämpfung steht noch aus. Aktuell ist Anfang Februar ein zweiter Antrag auf EU-Mittel aus LEADER plus für die „Außenhülle“ beantragt worden. Ein dritter Antrag wird je nach Baufortschritt 2008 den Innenbereich abdecken. In der Mittelmühle sind jüngst die Decken abgestützt worden um sie öffnen und auf den erforderlichen Erhaltungsaufwand untersuchen zu können. Beim Fußboden sind dringend erforderliche Ausbesserungen erfolgt. Die Mühle kann jetzt ohne Risiko fast durchgängig „begangen“ werden. Ab 01.04.2007 geht es dann mit drei oder vier Arbeitskräften in die vollen. Bestandsaufnahme, Kanalisations- Bewässerungsarbeiten und Ausbesserungen am Mauerwerk zur Abdichtung nach außen werden dann vorgenommen. Ein Gerüst an der Mühle wird erstes sichtbares Zeichen für die Spaziergänger sein. Die vielen jetzt schon erkennbaren notwendigen Sanierungsarbeiten können an dieser Stelle gar nicht alle genannt werden. Ausbesserung des Dachtragewerks, Beiarbeitung von Bruchsteinmauerwerk mit Beseitigung von Setzrissen, Erneuerung von Türen und Fenstern werden das Bild der Mittelmühle erneuern, so Bauingenieurin Marita Krause. Vom Heimatverein fast in Eigenregie erfolgt in den nächsten Wochen der Wiederaufbau des Fachwerkes zum Turbinenhaus. Hier soll krönender Abschluss ein kleines Richtfest sein. Am Ende der Bemühungen zum Turbinenhaus soll die dortige Erzeugung von Strom stehen. Es werden noch einige geldliche Eigenmittel des Heimatvereins und darüber hinaus benötigt. So ist die Spendenwerbung über Patenschaften z. B. für ein Fenster oder ähnliches angelaufen. Das gab auch Frau Krause dem Heimatverein mit auf den Weg: „Die Bürener Öffentlichkeit muss für die Mittelmühle gewonnen werden und sich mit ihr identifizieren um so diese Aufgabe schultern zu können.“

Zur Nutzung führte der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Reinhard Kurek aus, sie werde eine Erlebnismühle für die Öffentlichkeit werden, eine Heimatstube enthalten, u.a. auch über Büren als ehemalige Mühlenstadt informieren, Wassernutzung demonstrieren und in einem Raum die ökologische Bedeutung der Almeauen thematisieren. Darüber hinaus wird der kleine Mühlengarten entsprechend bepflanzt und der große Garten gegenüber als „Westfälischer Garten“ angelegt.

 
Text von Herbert Simon für die Neue Westfälische, 27.02.2007

 
In der Fotogalerie "Arbeitskreis Mittelmühle" finden Sie aktuelle Fotos der Mittelmühle.

Jürgen Kemper | 21.03.2007 - 14:33


Neue Homepage geht online

In Kürze wird die neue Homepage des Heimatvereins Büren ins Internet gestellt. Sie wurde von DOOMB-Webdesign durch Dominik Sprenger und Benedikt Krüger realisiert. Diese Homepage ist insgesamt im Layout modernisiert, in der Navigation übersichtlicher gestaltet und z.T. mit neuen Inhalten und Menüpunkten versehen worden. Neu ist auch, dass sie von autorisierten Mitgliedern des Vorstandes und des Vereins jederzeit aktualisiert werden kann.

Jürgen Kemper | 20.03.2007 - 17:17


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DOOMB WEBDESIGN 2007