Es tut sich was an der Mittelmühle

Mehr oder weniger unbemerkt von der Öffentlichkeit tut sich etwas an der Mittelmühle in Büren. In vielen Arbeitseinsätzen ist seit Anfang dieses Jahres eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins Büren um dessen Vorsitzenden Reinhard Kurek herum damit beschäftigt, an dem fast 500 Jahre alten Bauwerk bauliche Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. Hierdurch soll erreicht werden, dass bis zu einem Abschluss des Eigentumsübergangs wenigstens der jetzige Zustand des Gebäudes erhalten bleibt und nicht noch weitere Schäden entstehen. Gleichzeitig bemüht sich die Arbeitsgruppe, das unmittelbare Umfeld der Mühle soweit möglich etwas herzurichten.

So war in den vergangenen Monaten die Sicherung des Turbinenhäuschens mit der technischen Einrichtung ein Schwerpunkt der Arbeiten. Weitere Aufgaben lagen in der Reparatur der Gartenmauer oder der Dachflächen. Dabei wird das Bemühen der Arbeitsgruppe des Heimatvereins, so Kurek, tatkräftig durch freiwillige Helfer aus den Reihen der St. Sebastians-Bruderschaft, der DLRG-Jugendgruppe Büren, des THW Ortsverband Büren, der Freiwilligen Feuerwehr Büren und auch durch Nachbarn des Mühlengrundstücks unterstützt. Zudem freut sich der Heimatverein auch über finanzielle Spenden der Bürener Banken und einiger Privatleute, durch die diese Arbeiten letztendlich möglich gemacht werden.

Zu Beginn des neuen Jahres soll es an die Durchforstung der technischen Mühleneinrichtung und an Aufräumarbeiten in diesem Bereich gehen. Geplant ist, so Reinhard Kurek, das Innere der Mühle bis Pfingstmontag wenigstens so herzurichten, dass an dem dann stattfindenden "Tag der Offenen Mühle" alle Interessenten Gelegenheit haben werden, die Mühleneinrichtung in dem jetzigen Zustand schon einmal besichtigen zu können. Für Mühlenkenner sicherlich etwas Besonderes. In ganz Deutschland gibt es vielleicht noch eine Handvoll Mineralmühlen dieser Art. Gegenwärtig ist dem Heimatverein nur eine weitere Mühle in der Nähe von Stuttgart bekannt.

Umso wichtiger ist damit der Erhalt dieses stadtbildprägenden Bauwerks als technisches Museum. Zur Zeit sind öffentliche Fördermittel zum Erwerb der Mühle beantragt. Sobald diese bewilligt sind, soll der Kauf der Mühle durch die Stadt Büren abgeschlossen werden. Gegenwärtig liegt der Stadt und dem Heimatverein ein notarielles Verkaufsangebot des Eigentümers vor.

Natürlich werden für die Sicherungs- und Aufräumungsarbeiten nach wie vor fleißige Helfer gesucht. Wer Interesse hat, kann sich mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Reinhard Kurek (Tel.: 4665), in Verbindung setzen.