Schüler des Liebfrauengymnasiums besichtigen die Mittelmühle

Arbeitskreisleiter Josef Welling führt durch die Mittelmühle

Wir, 18 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 b und c des Liebfrauengymnasiums Büren, besichtigten in unserem Gesellschaftswissenschaftskurs zusammen mit unserem Kurslehrer Herrn Kemper am 17.2.09 die Mittemühle. Als wir den Eingang die Mühle betraten, drang uns sofort ein süßlicher Geruch von Holz und etwas Staub in die Nase. Herr Welling vom Heimatverein Büren, der uns durch die Mühle führen wollte, begrüßte uns herzlich und reichte uns allen einen Zettel zur Geschichte der Mittelmühle mit einem Schaubild zur Mühlentechnik. So konnten wir nach dem Rundgang alle Informationen noch einmal in Ruhe nachlesen.
Der Rundgang durch die Mühle startete im Wohnbereich. Die Türen sind sehr klein und die Deckenhöhe ist sehr niedrig, der Boden des Wohnbereiches besteht ausschließlich aus Holzdielen. Als ersten Raum betraten wir die alte Küche mit Herd, 2 Sesseln, einer Essgruppe mit Tisch und einem alten Schrank ausgestattet, im Nebenraum befindet sich ein alter Kamin. Die Tapete bzw. der Wandanstrich hier wurde so nachgebildet, wie man ihr früheres Aussehen vermutete. Neben der Küche befindet sich ein Fluchtraum. Da die Mühle früher außerhalb des Stadttores und der Stadtmauer lag, musste sich der Müller selbst verteidigen und flüchtete bei Gefahr in diesen Fluchtraum.
Über eine steile Treppe gelangten wir ins Obergeschoss zu einer Räucherkammer mit Räucherkasten, in der früher Wurst und Schinken geräuchert wurde. Der Raum ist immer noch schwarz und die Wände bestehen aus altem Lehmputz. Dieser ist im gesamten Gebäude von Spezialisten aufwendig und teuer neu aufgetragen worden. Die Wand ist aus Lehm, weil es damals keine anderen Materialien gab und weil sie sehr viel Feuchtigkeit aus dem Raum aufnehmen und wieder abgeben kann, zudem wirkt alles so original.
Neben der Räucherkammer befinden sich insgesamt weitere Räume, darunter ein Zimmer mit altem Gemäuer und altem Boden, der Putz ist auch hier originalgetreu restauriert worden. In einer Glasvitrine eines anderen Raumes befinden sich alte Gegenstände aus der Mühle, die vom früheren Mühlenbesitzer, Herrn Müntefering, übrig geblieben und vom Heimatverein aufbewahrt wurden (alte Tapetenreste und Teile von der Inneneinrichtung bzw. vom Mahlwerk).
Hinter großen Glasscheiben konnte man an manchen Stellen in das Mauerwerk aus Lehm hineinsehen oder alte Original-Tapeten oder Wandputz ansehen. In den Außenwänden der Mühle befindet sich innen heute eine neu installierte Wandheizung zur Beheizung des Gebäudes.
Als wir wieder nach unten gingen, führte uns eine Treppe in den Keller, von dort steigen wir nach oben in die eigentliche Mühle, wo es kalt und staubig war. Die Wände oder der Boden sowie die Mühlentechnik waren zumeist aus Holz. Das dunkle schwarze Holz stammt noch aus früheren Zeiten, das helle Holz zeigt, welche Teile des Mahlwerks, der Treppen und sonstiges ersetzt wurden. Wir befanden uns nun im so genannten Antriebsboden, wo sich das Mahlwerk befindet. Ursprünglich wurde in der Mittelmühle seit dem späten Mittelalter / der frühen Neuzeit (seit etwa 750 Jahren) Getreide gemahlen. Seit 1930 wurde die Mühle als Mineralmühle genutzt, wobei Kalkspat zu Steinmehl gemahlen wurde, das zur Herstellung von Wandfarben verwendet wurde.
Der Kalkspat wurde per LKW aus Brilon angeliefert, dann über eine kleine gleisgebundene Lore von der Seite, an der die Bohrmühle steht, auf den Steinboden transportiert. Danach fiel das Kalkspat-Material von oben in den Backenbrecher im Kellergeschoss, wo es zerkleinert wurde. Die Kraft, um die Maschinen anzutreiben, kam vom Turbinenhaus, dort sitzt eine Turbine, die durch das Wasser der Alme angetrieben wurde und über Riemen und Getrieberäder (die so genannten Transmissionen) die Kraft an die einzelnen Maschinen (Backenbrecher, Mahlwerk u.a.) weitergibt.
Dann schauten wir uns die beiden französischen Mühlsteine des Mahlwerks an, bzw. ließen uns von Herrn Welling darüber berichten. Jeder Mühlstein, so Herr Welling, habe damals 485 Goldmark gekostet. Die Steine sind aus einer steinernen harten Kunstmasse, damit sie nicht so schnell abgenutzt werden. Sie wurden am 23.2.1910  gekauft. Der obere Stein heißt Ständer, der untere Stein Läufer (-Stein). Der Kalkspat wurde mit diesen Mühlsteinen zu Split bzw. Steinmehl zermahlen. Ein Rüttelsieb trennte grobe und feinere Teile des Steinmehls voneinander, bevor das Material dann über die so genannten Absacktrichter zu den Absackanlagen gelangte, wo es in Säcke verpackt wurde. Feineres Steinmehl wurde durch die Windsichter abgetrennt und getrennt bearbeitet. Herr Welling zeigte uns dann, wie Kalkspat, Split und Steinmehl aussehen.
Hinter einer Absperrung, die aus Holzstangen bestand, befindet sich heute noch die Lore, mit der der Kalkspat in die Mühle befördert wurde. Wir sahen auch eine alte Dezimalwaage, die zum Abwiegen der mit fertig gemahlenem Steinmehl gefüllten Säcke diente.
Anschließend bestiegen wir über eine weitere Holztreppe den ersten Dachboden, hier befinden sich u.a. die Becher-Elevatoren, mit denen das Steinmehl zum Zwischensilo befördert wurde, von wo es erneut dem Mahlwerk zugeführt und feiner vermahlen wurde. Zum Befördern des leichten gemahlenen Steinmehls wurde auch Luft benutzt. Hier bei diesen Anlagen konnten wir sogar noch weißen Staub vom Steinmehl entdecken.
Danach stiegen wir über eine weitere Holztreppe hinauf in den spitzgiebeligen Dachboden der Mühle, was dann auch die letzte Etage war. Hier sahen wir einen Kasten, der den oberen Teil des Elevators bildete, sowie etliche Teile der Transmission mit Riemen und Rädern.
Herr Welling erklärte uns noch, dass das Gebäude und die Maschinen der Mittelmühle heute denkmalgeschützt sind und betonte, dass diese Mühle in Büren die einzige Steinmühle Norddeutschlands ist.
Nach einigen Zusatzinformationen über die Geschichte der Mühlen in Büren beendeten wir die Mühlenführung.

Wir fanden die Führung durch Herrn Welling sehr spannend, interessant und beeindruckend und bedankten uns mit Beifall bei ihm.

Giulia Schubert (Klasse 10b)


Mittel- und Bohrmühle werden zum attraktiven Ziel für Schülergruppen

Schülergruppen des LIebfrauengymnasiums besichtigen die beiden Mühlen

 

Gesellschaftswissenschaftskurs 9 a/c des Liebfrauengymnasiums besichtigt die Mittel- und Bohrmühle in Büren

Am Montag, den 07.12.09 besichtigten wir mit unserem Gewi-Kurs 9 a/c und Herrn Kemper die Mittelmühle in Büren. Unter dem Motto „Vergangenes in einem Gebäude wie in einem Buch lesen“ verschaffte uns Herr Welling vom Heimatverein Büren  einen schönen Eindruck von der Geschichte und der Technik der Mühle. Die Mittelmühle ist die einzige Mineralmühle in Norddeutschland. Sie wurde aus Bruchstein errichtet, nur an dem Fenster befindet sich Sandstein. Hier nun ein paar wichtige Daten zur Mühle: Die Mittelmühle war zuerst eine Kornmühle der Edelherren von Büren, später wurde sie dann an die Jesuiten übergeben. 1529 wurde  sie zum ersten Mal namentlich erwähnt. Von der Kornmühle wurde die Mittelmühle 1930 zur Mineral- und Farbmühle umgebaut und 1960 schließlich stillgelegt. Die Stadt Büren hat die Mühle im Jahr 2006 gekauft und restauriert, sodass jetzt eine schöne Museums- und Erlebnismühle daraus geworden ist. Die daneben liegende Bohrmühle wurde ebenso von der Stadt gekauft und restauriert. In ihr wurden damals Holzstämme  durchbohrt, die dann als Wasserleitungen dienten. Nach der ausgiebigen Führung durch alle 3 Etagen der Mühle, in der wir den gesamten Mahlvorgang vom Kalkspatgestein bis zum Kalkspatmehl erklärt und veranschaulicht und alle Mühlenaggregate und Räumlichkeiten zu sehen bekamen, gingen wir hinüber zur Bohrmühle. Ein besonderes Highlight dort war, dass wir uns anschauen konnten, wie ein Baumstamm angebohrt wurde. Früher wurden Baumstämme zuerst mit einem kleinen Handbohrer angebohrt damit man sie hinterher mit dem drei Meter langen Löffelbohrer ganz durchbohren konnte, um aus ihr ein Wasserrohr zu machen. Es wird zur Zeit von Seiten des Heimatvereins daran gearbeitet, dass man sich anschauen kann, wie eine solche Durchbohrung damals von statten gegangen ist. Dazu wird eine Bohreinrichtung nachgebaut, die in Kürze fertig gestellt sein soll. Wir sind schon sehr gespannt, wie es werden wird, wenn man vor Ort in der Bohrmühle „live“ erleben kann, wie hölzerne Wasserrohre hergestellt werden.



Insgesamt war es ein sehr spannender und interessanter Ausflug. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an unseren Führer, Herrn Welling.

Alina Köchling (9a), Annalen Unterhalt (9a), Fotos: Sonja Zumbrock


 

Erfolgreiches Fischerfest an der Mittelmühle

Die beiden Mühlen zeigen sich als wunderbarer Veranstaltungsort

Das Fischerfest der Angelfreunde Almetal Büren am Sonntag, den 29. August war ein Erfolg. Trotz  z.T. widriger Wetterbedingungen fanden viele Angel-, Fisch- und Mühleninteressierte den Weg in die Almeaue zur Mittel- und Bohrmühle. Auf dem Fest zeigten die Angelfreunde sehr anschaulich, wie man künstliche Köderfliegen für das Flugangeln selbst herstellt, wie man man mit einer Flugangel umgeht und was sie zum Schutz der Alme und deren Fischbestand tun. In einer eigenes aufgebauten Holzhütte konnten die Gäste sich mit leckeren Fischgerichten verwöhnen lassen und taten dies auch zahlreich. Auf der Speisekarte standen selbst gefangene und frisch geräucherte Forellen aus der Alme, Brötchen mit frisch geräucherterm Nordsee-Matjes, Bratrollmöpsen, Räucherlachs und Heringsstip mit Pellkartoffeln. Zu allem konnte man ein frisches Bier oder andere Getränke bekommen. Außerdem gab es auch frischen Kaffe und Kuchen. Insgesamt war es ein interessantes und vielfältiges Fischerfest, bei dem auch die Mittel- und die Bohrmühle reges Interesse genossen. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die beiden Mühlen ein idealer und schöner Austragungsort für solche schönen lokalen Feste wie das Fischerfest sind.


 

Ein Besuch in der historischen Mittelmühle

Schüler des Liebfrauengymnasiums auf den Spuren der Bürener Geschichte

Am Freitag, den 11.05.2012 besuchten wir, der GeWi-Kurs 9 am Liebfrauengymnasium, mit unserem Lehrer Herrn Kemper die Mittelmühle in Büren. Schon seit zwei Wochen hielten wir jeweils zu zweit kleine Vorträge über die wichtigsten Sehens- würdigkeiten und historischen Gebäude Bürens, während wir diese besichtigten. So stellten wir eine eigene Stadtführung durch Büren zusammen.

Am 11.05. hatten wir nun die Möglichkeit, die Mittelmühle von innen zu erkunden und so ihre Geschichte und die aufwändige Renovierung besser verstehen und erleben zu können. Die Mittelmühle und die nebenstehende Bohrmühle waren in früherer Zeit sehr wichtig für Büren, da die Bauern aus den umliegenden Dörfern ihr Korn zum Mahlen in eine der beiden Bürener Mühlen bringen mussten. Schon beim ersten Blick auf die Außenwand fallen die schmalen Löcher in der Mauer auf, durch die sich der Müller früher verteidigen musste, da die Mühle außerhalb der alten Stadtmauer liegt. Der Müller musste sich selber verteidigen, wenn Büren ange griffen wurde. Durch diese Löcher konnte er schießen, ohne selber getroffen zu werden.

Nachdem wir die Mühle betreten hatten, gingen wir zuerst in die Küche. Dort sind Herd, Tisch und Schrank noch or- iginal vom letzten Müller erhalten, der noch bis vor 40 Jahren in der Mühle lebte. Dadurch konnten wir gut nachvollziehen, wie ein Müller früher gelebt hat. Die Decke ist, wie in vielen Teilen der Mühle nur etwas höher als 1,80 m. Die Wand der Küche ist noch mit einem alten Muster geschmückt, das damals oft verwendet wurde. Auf den ersten Blick fiel allen auf, wie schief und huckelig die Wände und die Decke aussehen. Das liegt an der Lehm-Wandheizung, die bei der Restaurierung nachträglich in die Wand ein- gebaut wurde. Die Wandheizung ist nötig, da die Mühle auf Grund des Denkmalschutzes in ihrem alten Zustand bleiben muss und deshalb auch keine Heizkörper aufgestellt werden dürfen. Da die Fenster nur einfach verglast sind, sorgt die Lehm-Wandheizung dafür, dass die Mühle im Winter nicht von innen kaputt friert. Da die Küche sehr klein ist, wichen einige Schüler in den rechten Nebenraum aus, in dem man durch eine große Glasscheibe an der Wand die Wandkonstruktion mit der Lehmstruktur sehen kann. Nachdem wir uns einige interessante Details der Küche angeschaut hatten, gingen ein paar Schüler in die Vorratskammer. Der kleine Raum durfte aber nur vorsichtig und von wenigen Schülern gleichzeitig betreten werden, da der Boden stark wackelte. In der Vorratskammer gibt es nur ein kleines Fenster, damit die Lebensmittel länger haltbar blieben und nicht durch zu viel Sonnenlicht zu schnell verdarben. Unter der Decke befindet sich eine Glasscheibe, unter der die Deckenkonstruktion aufgeschnitten wurde und nun der Aufbau mit Stroh, Lehm und Holz sichtbar wird. Nachdem wir viel über die Küche und die Geschichte der Renovierung erfahren hatten, sammelten wir uns auf dem Flur und gingen in den Keller hinunter.

Die kleine Treppe ist sehr steil und die Treppenstufen sind sehr schmal, also mussten wir alle langsam gehen. Unten angekommen, erzählte uns Herr Kemper, dass in der Mittelmühle auch regelmäßig Treffen des Heimatvereins bzw. der historischen Stadtgarde Corps Burana stattfinden. Wie die gesamte Mühle befand sich auch der Keller vor der Restaurierung in einem sehr schlechten  Zustand. Bis auf einen Raum wurde der Keller schon aufwendig renoviert und erneuert. Durch eine Tür gelangten wir dann in einen Raum, in dem sich in der Ecke ein Dieselmotor befindet, der eingebaut wurde, da der Fluss, durch den die Mühle ursprünglich mittels einer Turbine angetrieben wurde, verschlammt ist und zu wenig Wasser führt. Durch den Einbau des Motors wurde der Betrieb der Mühle gesichert. Doch wird die Mühle seit einiger Zeit mit einem starken Elektromotor angetrieben. Die Decke ist, wie in allen Teilen das Innere der Mühle aus Holz. Als nächstes gingen wir eine Treppe an der Seite des Raumes hoch und gelangten in den Mahlraum. Direkt neben der Treppe befinden sich zwei Glaskästen, in denen Produkte sind, die in der Mühle gemahlen worden sind. Beispielsweise wurde hier ein kalkhaltiger Stein gemahlen, aus dem  weiß-gräuliche Wandfarbe hergestellt wurde. Es gibt auch verschiedenes Mehl, da die Mühle es unterschiedlich fein oder grob mahlen kann. In dem zweiten Kasten steht ein kleiner LKW, der für die Transportfirma aus Büren steht, die die Produkte der Mühle früher zu den Kunden brachte.

In der Mitte des Raumes steht das große runde Mahlwerk, in dem das Mehl gemahlen wurde. Rundherum stehen vier viereckige Säulen, die man durch eine Klappe öffnen kann. Im inneren der Säule befinden sich kleine blaue Schüsselchen, die an einem Laufband befestigt sind und so das Mehl nach oben oder unten transportieren können. Diese Konstruktion nennt man Mehlelevator. An der Seite des Raumes befindet sich eine alte Lore, in der grobe Kalksteine lagern. Die Lore fuhr auf Schienen und beförderte das zu mahlende Gestein in dias Mühlengebäude. Nachdem wir Zeit hatten, uns alles genau anzusehen, zog Herr Kemper zwei Plakate an der Wand herunter und erklärte uns daran den Aufbau und die Produktion der Mühle genauer.

Als nächstes gingen wir eine Treppe hoch und standen so im ersten Stock über dem Mahlraum. Im linken hinteren Teil des Stockwerkes kann das Mehl durch den Mehlelevator nach unten befördert werden. In diesem Raum wird das Mehl auch gesiebt. Dann stiegen wir noch eine Treppe hoch um auf den Dachboden zu gelangen. Das Dach der Mittelmühle wurde von Grund auf saniert, durfte aber wegen dem Denkmalschutz nicht gedämmt werden. Deshalb ist es im Winter auch sehr kalt im Spitzbodenbereich. Im hinteren Teil der Raumes stehen Baumstümpfe als Hocker auf einem Podest, damit Schulklassen und Personen, die eine Führung durch die Mühle machen, sich dort hinsetzten können, um selbst Getreide zu Mehl zu mahlen. Und die verschiedenen Methoden, mit denen Getreide zu Mehl gemahlen werden kann kennen lernen. Nachdem wir dort oben etwas Zeit verbracht und viel gelernt haben, stiegen wir die beiden Treppen wieder hinunter, bis wir im Keller standen. Als wir dann die Kellertreppe nach oben gegangen waren, befanden wir uns wieder auf dem Flur, wo unsere Besichtigung begonnen hatte. Die nächste Station unseres Rundganges befand sich im Wohnteil der Mittelmühle, den man erreicht, wenn man die steile Treppe gegenüber der Tür hinaufsteigt.

Als wir dort oben ankamen, bekamen wir einen anderen Eindruck von der Mühle. Der Wohnbereich war viel heller und moderner als der Rest der Mühle, da der Müller hier wohnte und dieser Teil deshalb vom Arbeitsteil abgetrennt liegt. An der Wand hängt ein Bild von Büren um 1900. Rechts von der Treppe liegt eine Räucherkammer hinter einer Glastür, in der früher Schinken und Wurst geräuchert wurden. So kann man sehen, wie der Müller sein Fleisch früher haltbar gemacht hat. Geradeaus sahen wir einen Raum, der schon renoviert wurde und in dem sich ein Tisch befindet. Daneben gibt es ein Durchgangszimmer mit einer großen Glasvitrine, in der sich Löffel und andere alte Sachen des Müllers befinden.

Nachdem wir auch noch die nebenstehende Bohrmühle kurz besichtigt hatten, schaltete Herr Willi Hammerschmidt vom Heimatverein, der mit einem Kollegen in der Bohrmühle arbeitete, den Motor der Mühle ein und das Mahlwerk der Mühle begann zu arbeiten. Im Inneren begann sich alles zu bewegen und verschiedene Räder zu drehen, auch die Mehlelevatoren fuhren hinauf und hinunter. Die gesamte Mühle war in Bewegung, angetrieben durch den Elektromotor. Vor der Renovierung wollten einige Bürener Bürger, so erfuhren wir noch, dass die Mühle abgerissen werden sollte, da sie in einem sehr schlechten Zustand war. Dennoch wurde die teure Restaurierung, die mit Geld von der Stadt und Zuschüssen vom Land und der EU finanziert wurde, durchgeführt. Glücklicherweise, denn sonst würde Büren eine alte Sehenswürdigkeit und eine wertvolle Erinnerung an die Vergangenheit der Stadt fehlen.

Anna Wieseler, Anna Chwirot, 9d