Gedenken an das Niederbrennen der Synagoge

 

Der Heimatverein Büren gedenkt auch 2020 wieder den jüdischen Opfern.

Aufgrund der Corona Einschränkungen fand in diesem Jahr am 09.11.2020 keine öffentliches Gedenken wie in den Vorjahren statt. Nur eine Abordnung des Vorstandes entzündete Kerzen zur Erinnerung an die Opfer und das Niederbrennen der Synagoge in der oberen Detmarstrasse.

Die Synagoge in Büren (heute Detmarstraße 16) wurde ab 1859 nach Plänen von Baumeister Kaupisch gebaut und am 03.08.1860 (neue Erkenntnis) eingeweiht. Es war ein Rechteckiges Backsteingebäude mit jeweil einem Zwiebelturm an den Gebäudeecken mit vergoldeter Spitze. Der Gottesdienstraum bot Platz für ca. 64 Personen, daneben war noch die Schule und eine Lehrerwohnung im zweistöckigen Gebäude untergebracht.

Am 09. November 1938 beginnt die Zerstörung  mit dem einwerfen von Scheiben. Am 10. November wird die Synagoge geplündert und Kultgegenstände und Haushaltsgeräte auf die Straße geworfen und verbrannt. Gebetsrollen werden entweiht. Nachmittags klettern einige Männer auf das Dach der Synagoge und werfen die Kuppel und die Türmchen hinunter. In der Nacht zum 11. November 1938 geht schließlich die schwer demolierte Synagoge in Flammen auf. Der Feuerwehr gelingt es, die angrenzenden Gebäude vor dem Übergreifen der Flammen zu bewahren.

Die Ruine wird an die Stadt "verkauft" und nach dem 2. Weltkrieg abgerissen.

am 01. November 1988 wird an der Stelle der Synagoge zum Gedenken an die Opfer und den Feuersturm ein Winkliges Mauerstück des Künstlerehepaars Peplinski aufgestellt. "Hier stand von 1862 bis 1938 die Synagoge der jüdischen Kultusgemeinde. Am 10.11.1938, währen der Judenverfolgung in Deutschland, wurde - unter vielen anderen - diese Synagoge niedergebrannt."

 Wer mehr über die Juden in Büren wissen möchte, findet hierzu weitere Informationen im Band 11 der Schriftenreihe des Heimatvereins Büren "Juden in Büren" .

Kerzen an der Synagoge