Die Bohrmühle hat ein Mühlrad 

Im Dezember 2022 erhielt nach 140 Jahren die Bohrmühle in den Bürener Almeauen ihr Mühlrad zurück. Damit gibt es in der Kernstadt Büren erstmals wieder ein Mühlrad. Nach den historischen Maßen aus dem Bürener Stadtarchiv hat die Firma Metallbau Henke aus Salzkotten-Verne die Sonderkonstruktion des Mühlrades in Stahlbauweise gefertigt und eingebaut.

Vom erfolgreichen Einbau konnten sich sowohl der Vorstand des Heimatverein Büren als auch Bürgermeister Schwuchow überzeugen. Nun folgen weitere Arbeiten im Innen- und Außenbereich.

Geplant ist zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag 2022 eine offizielle Vorstellung. Damit wäre der erste große Schritt getan, um die Bohrmühle als eines der letzten Zeugnisse des alten, fast vergessenen Handwerkes eines Röhrenbohrers zum Leben zu erwecken. In weiteren Schritten sollen dann der Ausstellungsraum und die Bohrmaschine wieder hergestellt werden, um einen kompletten Bohrvorgang vom Baum zum Holzrohr zeigen und erforschen zu können.

In der Bürener Bohrmühle, die 1617 das erste Mal erwähnt, wurden Wasserrohre für die Wasserversorgung der Stadt Büren hergestellt. So konnte das Wasser von einer Quelle außerhalb der Stadtmauern in die Wasserschöpfbecken (Kümpe) innerhalb des Stadtkerns geleitet werden.

Der Heimatverein ist glücklich darüber, in Zusammenarbeit mit der Stadt Büren und mit der Förderung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen diese Maßnahme durchführen zu können. Zahlreiche fleißige Helfer sind dabei um alles fertig zu bekommen.