Veranstaltungen

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Nomen est Omen! 4. Wintervortrag am 25.02.2014

Ortsnamen sind eine historische Quelle von einzigartigem Rang. Ortsnamen überstehen Völkerwanderungen und Herrschaftswechsel. Dem Märchensammler Jacob Grimm galten sie gar als die ältesten Zeugnisse menschlicher Sprache, „deren Ergründung Licht über die Sprache, Sitte und Geschichte unserer Vorfahren“ bereitet. Aus der Frage „Was bedeutet dieser Name überhaupt?“ allein ergeben sich aber nur bruchstückhafte Erkenntnisse in die Sprach- und Siedlungsgeschichte. Weiterreichende Einblicke ergeben sich natürlich erst dann, wenn ein größeres Gebiet namenkundlich erforscht wird. In den vergangenen Jahren ist deshalb gerade die Erforschung der westfälischen Ortsnamen in den Mittelpunkt gerückt. In einem großen, von der Göttinger Akademie der Wissenschaften initiierten Projekt sollen nach und nach alle Ortsnamen (einschließlich der Wüstungen) untersucht werden. Dem Heimatverein Büren ist es gelungen, eine Mitarbeiterin des Projekts für die Reihe der Wintervorträge zu gewinnen: Dr. Birgit Meineke aus Münster wird am 25. Februar unter der Überschrift „Nomen es Omen!“ über die Bedeutung der Siedlungsnamen in und um Büren sprechen. Bereits seit 2005 arbeitet die promovierte Sprachwissenschaftlerin am „Westfälischen Ortsnamenbuch“. In zahlreichen Veröffentlichungen hat sie sich intensiv mit der „Onomastik“ – so der Name dieser wissenschaftlichen Disziplin – unserer Region befasst. Nach den Ortsnamen der Kreise Lippe, Herford und Bielefeld wird sie im kommenden Jahr im Rahmen des Gesamtprojekts ein Buch über die Ortsnamen des Kreises Paderborn präsentieren. Am kommenden Dienstag wird Dr. Meineke erstmals über ihre Forschungsergebnisse berichten.

Die Veranstaltung findet wie inzwischen gewohnt im Hotel Ackfeld statt. Der Beginn ist allerdings dieses Mal um 20.00 Uhr, nicht wie sonst üblich eine halbe Stunde früher. Selbstverständlich sind auch Nichtmitglieder des Heimatvereins Büren herzlich willkommen. Der Besuch ist kostenlos.

 

W. Grabe/ Kreisarchiv Paderborn

Werner Niggemann | 20.02.2014 - 15:30


Ausstellung Fritz Mische - Mischen Mööler

Fritz Mische (1869-1937) war in den zwanziger- und Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als "Mischen Mööler" eine bekannte Persöhnlichkeit in Büren. Heute ist der Künstler in seiner Heimatstadt völlig in Vergessenheit geraten. Als Sohn des Kaufmanns Josef Mische, der in der Königstraße eine Kolonial- und Gemischwarenhandlung betrieb, absolvierte er auf Drängen des Vaters zunächst eine kaufmännische Lehre, sein Herz schlug jedoch seit je her für die Kunst. Nach Studium in Düsseldorf und Weimar und Studienreise nach Italien zog es ihn nach München, wo er sich durch Reproduktionen alter Meister seinen Lebensunterhalt verdiente. Nach dem Tod seines älteren Bruders war er im Alter von 53 Jahren gezwungen, in seine westfälische Heimat zurückzukehren, um mit den beiden Schwestern das von den Eltern geerbte Geschäft fortzuführen. Er ging jedoch auch in Büren seiner künstlerischen Tätigkeit nach. Seine Oeuvre umfasst neben Portraits auch Landschafts- und Tierbilder.

Die Ausstellung findet im Rathaus der Stadt Büren vom 20. Januar bis zum 21. Februar 2014 statt. Die Eröffnung der Ausstellung ist um 17 Uhr. Kreisarchivar Wilhelm Grabe wird in die Ausstellung einführen. Der Eintritt ist frei!

Werner Niggemann | 30.12.2013 - 16:55


Bürener Heimatverein besucht die Hanse-Stadt Warburg

Es war die 3. Herbstfahrt des Bürener Heimatvereins in Folge. Bei der 1. Fahrt ging es nach Münster und Haus Geist bei Oelde auf den Spuren des Moritz von Büren. Die 2. Fahrt führte uns nach Schloss Corvey und in die Porzellan-Manufaktur Fürstenberg. Das Ziel der diesjährigen Fahrt war die Hansestadt Warburg und auf der Rückreise zum Kaffee-Trinken der Hammerhof (Bild 2) bei Scherfede.

Die Besuchergruppe aus Büren wurde in 2 Gruppen durch die Stadt Warburg geführt, die auch als das „westfälische Rothenburg“ bezeichnet wird. Vom Warburger Marktplatz mit der Neustädter Pfarr-Kirche St. Johann Baptist  bzw. vom Brüderfriedhof in der Nähe des Rathauses „zwischen den Städten“ aus ging es auf Entdeckungsreise. Der Blick auf die Altstadt und das Diemeltal macht den Vergleich mit dem fränkischen Rotenburg verständlich. Nach einer sehr informativen Führung zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und Mittagsessen in historischem Ambiente fuhr uns der Bus zum Waldinformationszentrum Hammerhof. Dort gab es für die Fahrtteilnehmer neben Kaffee und Kuchen viele Informationen über den Wald.

Die 4. Herbstfahrt geht voraussichtlich nach Lemgo. Auf diese Fahrt wird zeitnah auch in der hiesigen Presse hingewiesen.

Werner Niggemann | 27.12.2013 - 16:58


Start der Wintervorträge des Heimatvereins Büren 2013/2014

Die Wintervorträge des Heimatvereins Büren haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Einrichtung entwickelt. Zahlreiche interessante Themenfelder wurden bei den stets gut besuchten Abenden präsentiert. Auch in diesem Jahr hat der Leiter des Arbeitskreises Geschichte und Brauchtum im Heimatverein Büren, Kreisarchivar Wilhelm Grabe, wieder drei Vortragsveranstaltungen mit interessanten Themen organisiert. Am 14. Januar 2014 wird Bernhard Lötfering über das Urkataster und seine Bedeutung für Heimat- und Familienforscher referieren. Und am 25. Februar 2014 steht im Vortrag von Dr. Birgit Meinecke die Bedeutung der Siedlungsnamen in und um Büren im Mittelpunkt.

 

Den Anfang aber machte Hans-Dieter Hibbeln am Dienstag, den 10. Dezember 2013, mit einem Vortrag über den „Wildschütz Klostermann“. Wenn man heutzutage etwas über Wilderer in der Eggeregion hört, denkt man sicherlich sogleich an den legendären Wilddieb Hermann Klostermann, der in der Gegend von Hardehausen, Blankenrode, Brilon, Marsberg und dem daran angrenzenden Waldecker Raum sein Unwesen trieb. Die Legendenbildung wurde nicht zuletzt durch eine unfangreiche zeitgenössische Berichterstattung bis hin zu literarischen Bearbeitungen gefördert. Bei näherer Betrachtung stellt sich dann schnell heraus, dass die Wilderei im Eggegebirge weitverbreitet war, teils sogar bandenmäßig organisiert. In dem Vortrag soll aber ausschließlich das Treiben Klostermanns betrachtet werden, soweit es real fassbar ist. Es geht also nicht um romantische Verklärung, sondern um Analyse und Einordnung der historischen Fakten. Der Referent Hans-Dieter Hibbeln stammt aus dem Eggegebirge und ist den Geschichten um Klostermann bereits als Jugendlicher begegnet. Der heute in Detmold lebende frühere Polizeibeamte beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit Familien- und Regionalgeschichte. Man darf gespannt sein, was Hibbeln über die heutige Werbeikone Klostermann in Erfahrung bringen konnte!

 

Die Veranstaltungen finden, wie inzwischen gewohnt, im Hotel Ackfeld statt. Beginn ist 19.30 Uhr. Selbstverständlich sind auch Nichtmitglieder des Heimatvereins Büren herzlich willkommen. Der Besuch ist kostenlos.

 

W. Grabe/ Kreisarchiv Paderborn

Werner Niggemann | 24.12.2013 - 15:50


Start der Wintervorträge

„Die Chronik des Bürener Jesuitenkollegs. Ein Werkstattbericht“

Die Wintervorträge des Heimatvereins Büren haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Einrichtung entwickelt. Zahlreiche interessante Themenfelder wurden bei den stets gut besuchten Abenden präsentiert. Auch in diesem Jahr hat der Leiter des Arbeitskreises Geschichte und Brauchtum im Heimatverein Büren, Kreisarchivar Wilhelm Grabe, wieder drei Vortragsveranstaltungen mit interessanten Themen organisiert. Am 26. Februar 2013 wird Björn Czeschick über die Glashütte Altenböddeken referieren. Und am 12. März steht in einem Lichtbildvortrag von Jost Wedekin die Geschichte der Post in Büren im Mittelpunkt.

Den Anfang aber machen Gerhard Kneißler und Dr. Georg Korting am kommenden Mittwoch, den 16. Januar 2013, mit einem Vortrag über die „Historia Collegii Buerensis“. Das handgeschriebene Original der Chronik des Bürener Jesuitenkollegs befindet sich heute im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, dem früheren Staatsarchiv Münster. Die beiden Forscher beschäftigen sich gegenwärtig mit einer Übersetzung und Kommentierung  der Chronik, die in Bälde erscheinen soll. Bei ihrem Vortrag handelt es sich also um einen Werkstattbericht. Die Chronik, deren Verfasser namentlich nicht bekannt ist, setzt ein mit der Lebensgeschichte des letzten Edelherren Moritz von Büren und endet mit der Auflösung des Ordens 1773. Im Mittelpunkt steht die wechselvolle Geschichte des Jesuitenkollegs. Berichtet wird über die zahllosen Rechtsstreitigkeiten des Ordens ebenso wie über die Auswirkungen der verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen der Zeit. Man darf also gespannt sein, was die beiden Referenten aus dieser bislang wenig genutzten Quelle über die Bürener Geschichte in Erfahrung bringen konnten!

Die Veranstaltung findet wie inzwischen gewohnt im Hotel Ackfeld statt. Beginn ist 19.00 Uhr. Selbstverständlich sind auch Nichtmitglieder des Heimatvereins Büren herzlich willkommen. Der Besuch ist kostenlos.

Jürgen Kemper | 11.01.2013 - 18:34


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