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Das Gerüst an der Mittelmühle ist abgebaut

In den letzten Tagen wurde das Gerüst an der Mittelmühle abgebaut, damit ist der größte Teil der Außenarbeiten (auch sichtbar) beendet worden. Schon jetzt hat man einen Eindruck von der Schönheit des restaurierten Gebäudes. Die Gesamtansicht gewinnt noch, wenn die neuen Holzfenster eingebaut sind.

 

Fotos von der Mittelmühle ohne Gerüst finden sich unter "Fotos und Presse", "Die Mittelmühle und die Baumaßnahmen".

Jürgen Kemper | 09.03.2008 - 17:30


Bericht über die Mitgliederversammlung am 19.2.2008

„20 Jahre Heimatverein Büren – Hans-Josef Dören referiert“

- Bernhard Wolf zum Ehrenmitglied ernannt -

 

Reinhard Kurek – 1. Vorsitzender seit 2003 - hatte zur Jahreshauptversammlung einen zweifachen Anlass, Jahreshauptversammlung und 20 – jähriges Jubiläum des Bürener Heimatvereins. Seine Bilanz 2007, zu der Präsentation auf der Wirtschaftsschau, der Plattdeutschen Messe, der Vortragsreihe des Heimatvereins und dem Wirken der Arbeitskreise fiel überaus positiv aus. Da durften Ausführungen zu den Baufortschritten – wir berichteten mehrmals – an der Mittelmühle nicht fehlen.

Als seinen ganz persönlichen Wunsch formulierte Kurek, das die vakante Stelle des Ortsheimatpflegers wieder besetzt werde. Sein zweiter Wunsch wäre ein „Eventmanager“ der zu interessanten Fahrten / Ausflüge - auch anderer Organisationen - die Koordination für den Heimatverein übernehmen würde.

Der weit über sein Wirken in der Schule und dem Schulmuseum hinaus bekannte ehemalige Lehrer Bernhard Wolf wurde vom Heimatverein Büren für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Schon vor der Gründung des Heimatvereins war er 20 Jahre als unermüdlicher Ortsheimatpfleger in Büren tätig. Etliche Ausflugsfahrten wurden von ihm für den Heimatverein durchgeführt. Nicht zuletzt für „sein Schulmuseum“ legt er sich noch heute mit 80 Jahren immer wieder ins Zeug. Werner Niggemann zeichnete mit einer Präsentation eine Führung von Bernhard Wolf im Schulmuseum nach. Sie war betitelt: „Schule wie zu Urgroßmutters Zeiten“. Als die Technik streikte, sprach Bernhard Wolf simultan zu seinem eigenen Vortrag. So wurde die Tücke der Technik zu einem Glücksfall für die Teilnehmer/innen der Mitgliederversammlung. Bilder des Schulmuseums und der dortigen Bildeindrücke wie z.B. „Die Lehrerin kommt“  vermittelten einen lebendigen Rückblick in längst vergangene Schulzeiten. Er brachte dem Publikum u. a. den bekannten Schweizer Pädagogen Johann-Heinrich Pestalozzi mit seinen damaligen pädagogischen Ansätzen  näher, der schon zu der damaligen Zeit den Kindern in der Schule Liebe entgegenbrachte und nicht die Strenge über alles stellte. Heute würde man sagen, Pestalozzi vertrat einen ganzheitlichen Ansatz. Reinhard Kurek dankte Bernhard Wolf und hob die mit Herzblut vorgetragenen Worte  zum Vortrag von Werner  Niggemann deutlich hervor.

 
Hans-Josef Dören hielt – unterstützend lief eine Power-Point-Präsentation – Rückschau auf 20 Jahre Bürener Heimatverein. Er stellte zu Beginn ein Foto der Gründungsversammlung am 10.12.1987 vor. Von links zeigt dieses Bild Kassierer Bernhard Lappe, Schriftführer Hans-Josef Dören, Bürgermeister Theo Böhle – nach der Satzung ist der Bürgermeister geborenes Mitglied des Heimatvereins – und den 1. Vorsitzenden Franz-Josef Rehmann. Bereits nach acht Monaten konnte das 100. Mitglied begrüßt werden und im Juli 1996 das 200. Mitglied. Heute zählt der Heimatverein 245 Mitglieder. Schnell war  ein erstes großes Ziel gefunden. Zur 800 Jahr – Feier der Stadt Büren sollte ein Heimatbuch erscheinen. 1995 wurde es fristgerecht fertiggestellt. An der, bis auf eine eiserne Reserve vergriffene, Auflagenhöhe von 2700 Büchern kann der Erfolg des Heimatbuches abgelesen werden. Ab 1996 war der sogenannte Schlaun-Pavillon – der bekannte Bauherr Schlaun gilt fast sicher als Bauherr – Thema im Heimatverein. Bis 1935 hatte er im Lustgarten gestanden und bekam 1999 in den Alme-Auen eine neue Bleibe. Der unvergessene Bruno Bange organisierte immer wieder Fahrten z. B. in das Münsterland. Er stellte sie unter verschiedenste Themen wie z.B. die Dichterin Annette von Droste Hülshoff. Die von Bruno Bange gehaltenen Vorträge werden nach  und nach vom Heimatverein - hauptsächlich von Werner Niggemann - aufgearbeitet und auf CD-Rom gebracht um sie der Nachwelt zu erhalten. Beispielhaft sei Bruno Banges Vortrag von 1997 ins Gedächtnis gerufen:„111 Jahre Bürener Wirtschaftsgeschichte“.

Laut Hans-Josef Dören begleitet ihn und den Heimatverein die Mittelmühle seit 1997. 2000 wurde sie vom Heimatverein erstmals besichtigt. Hans-Josef Dören umschrieb die Renovierung der Mittelmühle als Gemeinschaftsaufgabe und sprach zum Geburtstag des Heimatvereins den Wunsch aus, dass dem Heimatverein noch ein paar mehr Spenden für die Mittelmühle als Geburtstagsgeschenk zukommen mögen. Die Fortschritte an der Mittelmühle sind gerade in den letzten Wochen und Monaten für alle interessierten „Zaungäste“ vor Ort sehr gut zu sehen.

Reinhard Kurek dankte Hans-Josef Dören für den von ihm gehaltenen Vortrag zur 20 -jährigen Geschichte des Bürener Heimatvereins mit den Worten: „Ich glaube nicht, dass wir jemand anderes gefunden hätten, der es besser hätte machen können“.

 Herbert Simon

Der Artikel ist in Auszügen in der „Neuen Westfälischen“ am Donnerstag, den 21.2.08 erschienen.

 

Fotos finden Sie unter "Fotos und Presse", "Mitgliederversammlung am 19.2.2008".

 

 

Jürgen Kemper | 24.02.2008 - 14:37


Mittelalterlicher Kamin in der Mittelmühle entdeckt

 

Die Mittelmühle ist doch immer wieder für Überraschungen gut. In dieser Woche konnten durch die Arbeiter in der zukünftigen Heimatstube - nachdem man den "wertvollen" Küchenherd beiseite geschoben hatte,  die Reste eines mittelalterlichen Kamins frei gelegt werden.

Man erkennt auf der Vorderseite zwei Stützbögen übereinander, das heißt, dass der Kamin nach hier- hin offen war.

Auf der Rückseite, also in dem Raum, in dem die Badewanne stand, war ein fast gotischer Bogen gemauert. Außerdem befand sich hier die Esse. Die in diesem Raum freigelegten Dachbalken sind an der Unterseite geschwärzt, das heißt, auch an dieser Seite war die Feuerstelle offen.

Später hat man durch diese Feuerstelle den Kamin gezogen. Man kann deutlich das unterschiedliche Mauerwerk erkennen.

Der Denkmalpfleger ist letzte Woche extra deshalb in Büren gewesen. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Kamin weitergeht.

Reinhard Kurek

Jürgen Kemper | 16.02.2008 - 17:20


Das Dach der Mittelmühle wird mit Schiefer eingedeckt

Fotos dazu unter "Fotos und Presse", "Die Mittelmühle und die Baumaßnahmen"

Jürgen Kemper | 01.12.2007 - 17:59


Grußworte des 2. Vorsitzenden zur Brunneneinweihung

 

Hier der genaue Wortlaut der Grußworte des 2. Vorsitzenden des Heimatvereins, Reinhold von Rüden, am Tag der Einweihung und Übergabe des neuen Marktbrunnenens (Sonntag, 5. 8. 2007) an den Heimatverein:

 

 

Herr Bürgermeister,

sehr geehrter Herr Hahn,

verehrte Gäste,

meine Damen und Herren!

 

Wir haben uns hier heute an einem historischen Platz der Stadt Büren zur Einweihung des Wasserspiels versammelt. Dies allein ist schon ein Beweis für die über den Tag hinausreichende Bedeutung dieses Ortes und damit auch des heutigen Ereignisses. Wie ich sehe, sind viele interessierte Menschen zusammengekommen. Woher rührt dieses Interesse? Dazu möchte ich zunächst einige Anmerkungen machen:

 

Der Marktplatz bildet seit der Entstehung der Stadt das immer aktuell gebliebene Zentrum Bürens.

Die Menschen waren und sind auch immer emotional mit diesem verbunden. Das zeigt sich z. B., wenn sie historische Bilder vom Marktplatz in nostalgischer Stimmung betrachten.

Das wurde jüngst auch in den kontroversen Diskussionen um die Neugestaltung des Marktplatzes deutlich.

Die Emotionalität ist wohl auch in den unterschiedlichen Perspektiven der Menschen begründet, die sich beim Blick auf den Marktplatz kreuzen.

Jeder sieht den Platz anders, obwohl dieser derselbe bleibt: Ein Geschäftsinhaber, ein Kind, ein alter Mensch, ein Stadtführer, ein Cafe-Besucher, ein alteingesessener Bürener, ein Fremder - jeder hat seinen Blick und hält ihn für den entscheidenden. Außerdem weiß jeder, dass eine Entscheidung, die einmal für ein Konzept zur Gestaltung des Marktplatzes gefallen ist, nicht sobald wieder auf der Tagesordnung stehen wird.

Und das besondere Interesse am Marktplatz rührt auch wohl daher, dass jeder Bürger Bürens sich eine für seine Gäste vorzeigbare „gute Stube“ der Stadt wünscht.

 

Der Marktplatz war und ist aber kein für alle Zeiten in Stein gehauener Entwurf. Das zeigen uns die historischen Bilder des Marktplatzes aus der Vergangenheit und auch künftige Generationen in 50, 70 oder 100 Jahren mögen diesen Platz vielleicht anders gestaltet sehen. Die Vorstellungen über das, was schön, was gelungen oder auch schlicht notwendig ist, sind einem stetigen Wandel unterworfen.

 

Wenn ich mir die verschiedenen Bilder vom Marktplatz aus den vergangenen Zeiten vor Augen halte, so meine ich feststellen zu können, dass bei der Gestaltung des Marktplatzes vor allem zwei Ebenen ins Spiel kommen, die mit einander zu verbinden sind: Auf der einen Seite steht das Funktionale, das Notwendige, das, wozu der Marktplatz dienen soll, d.h. als Versammlungspunkt, als Ort für Feste und als Platz für Handel und Geschäfte. Auf der anderen Seite steht die Schönheit, das - was gefällt, das Kreative – z.B.  gepflegte Grünanlagen, blühende Blumen oder verspielte Formen. Diese zwei Seiten stehen z.T. in einem Spannungsverhältnis zueinander.

Für einige – und das ist nachvollziehbar - schien bisher die Neugestaltung des Marktplatzes das Gleichgewicht zum Funktionalen hin zu verlassen.

 

Dieser Eindruck aber wird nun mit dem Wasserspiel, das gleich in Betrieb  genommen wird, auf eine nachhaltige und gefällige Weise ausgeglichen, die Balance zwischen dem für notwendig Gehaltenen und dem spielerisch Schönen hergestellt. Das Wasserspiel ist sozusagen das I-Tüpfelchen, das den neuen Marktplatz erst in seiner visuellen Ganzheit zum Ausdruck kommen lässt.

Ohne dieses Wasserspiel mit seinen sprudelnden Fontänen und den vorgesehenen Lichteffekten in der Dunkelheit als Blickfang würde dem Betrachter des Marktplatzes gewiss etwas fehlen. Es belebt den für das Auge sicht- und das Ohr hörbaren Eindruck vom Marktplatz, das Zentrum Bürens wird lebendiger.

Das Wasserspiel lädt ein zum geruhsamen Verweilen, zum meditativen Lauschen, zum gelassenen Beobachten. Es wird eine heitere, eine wohltuende Stimmung entstehen lassen. Eltern werden wohl nicht ohne Mühe ihre Kinder vom Spiel mit dem Wasser, das ihnen augenblicklich ein und alles bedeutet, fortbewegen können. Und so entsteht unmerklich eine innere Verbundenheit mit Büren, ein Stück Heimatgefühl in den Heranwachenden.

 

Bei allen Wandlungen, die der Marktplatz hat schon über sich ergehen lassen, ist das Wasser ein durchgehend konstantes Element auf diesem Platz geblieben. Es ist ein Urelement, ein Symbol, das jeden Menschen unmittelbar anspricht. Nur die Form, in der es optisch in Szene gesetzt wurde, hat sich gewandelt. Der alte Kump musste weichen ebenso wie der schlichte Brunnen aus jüngerer Zeit.

In dem nun installierten Wasserspiel kommen zweifellos die besten der im Vorfeld vorgestellten Ideen zum Ausdruck. Die Anlage wirkt durchdacht. Sie ist optisch schön, drückt Kreativität aus und ist in ihrer Form nicht nur zeitgemäß, sondern sicher auch zeitlos gefällig. Dafür sage ich auch im Namen des Heimatvereins Dank und Anerkennung  Herrn Caspari, der mit der Künstlerin Frau Ochel den einen gestalterischen Grundstein für das Wasserspiel legte sowie dem Bauamt mit Herrn Pollmann und Frau Krause, die mit ihrem Entwurf den anderen Teil zum Gesamtkunstwerk beisteuerten.

 

Aber was nützen die besten Ideen, wenn sie nicht ins Werk gesetzt werden können – z.B. aus Geldmangel? So musste hier – wie es nicht selten der Fall ist – das Kapital zur Kunst kommen. Die Sparkasse Paderborn hat mit einer großzügigen Spende der Stadt Büren den Bau des Wasserspiels ermöglicht, um die Neugestaltung des Marktplatzes zur Vollendung zu bringen. Dafür spricht auch der Heimatverein einen großen Dank aus.

 

Dieser selbst beteiligt sich nicht  an der Finanzierung des Wasserspiels, er ist nicht so vermögend wie eine Bank. Würde er dieses tun, wäre das auch unverständlich, weil er erst kürzlich um Spenden für die notwendige Restaurierung der Mittelmühle geworben hat - und unser Kassierer würde sich über noch viel mehr Spendeneingänge für diesen Zweck freuen.

 

Warum kommt hier dennoch der Heimatverein ins Spiel? Andere Vereine nutzen den Marktplatz doch intensiver. Der Marktplatz, das Herz Bürens - mit diesem neu installierten Wasserspiel, ist für den Heimatverein schlicht eine Herzensangelegenheit. Außerdem heißt es in der Satzung des Heimatvereins u.a., dass er bei der Pflege der Denkmäler der Heimat sowie des Ortsbildes mitwirkt.

Da diese Worte nicht tote Buchstaben bleiben sollen, sondern mit Leben gefüllt werden müssen, übernimmt der Heimatverein auf Wunsch der Stadt gern in bürgerschaftlicher Gesinnung die Patenschaft für das Wasserspiel. Mitglieder des Heimatvereins werden in Zukunft regelmäßig ihre Aufmerksamkeit auf die Anlage richten und dafür sorgen, dass mögliche Verunreinigungen oder Schäden möglichst bald beseitigt werden. Dieses aber dürfte oder sollte eigentlich nie erforderlich sein, denn dieses Wasserspiel ist ein Stück Kultur und fordert deshalb per se alle, die hierher kommen, zu einem zivilisierten Verhalten auf.

 

Ich wünsche, dass das Wasserspiel allen, die den Marktplatz passieren oder hier verweilen, immer viel Freude bereiten möge und zu einem neuen Postkartenmotiv Bürens wird!

Jürgen Kemper | 07.08.2007 - 16:55


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